Das Diemtigtal den Diemtigtaler:innen
- 14. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Eine Schweiz ohne Berge – unvorstellbar. Und doch kämpfen die Bergregionen immer mehr. Die jungen Menschen zieht es in die Städte, Tourist:innen übernachten in den umliegenden Regionen und besuchen die Berge nur tagsüber. Die Hotelgenossenschaft Diemtigtal will das ändern.
Text: Rebekka Affolter | Fotos: zVg / Beat Loosli

Foto: zVg / Beat Loosli
Die grüne Wiese lädt zum Hinfläzen und Sünnelen ein, die Sicht auf die Berge zum Staunen. Der Wirieblick befindet sich auf rund 1100 Meter über Meer. Er bietet eine wunderschöne Aussicht auf das Diemtigtal und zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten in den Bergen. Die kleine Siedlung wurde in den 70er/80er-Jahren erbaut. Inklusive einem grossen Sporthotel mit Restaurant und Saunas – heute mitten im Naturpark gelegen.
Trotz der einmaligen Lage kämpfte das Sporthotel ums Überleben. Es konnte nicht mehr rentabel betrieben werden – nicht zuletzt, weil es überdimensioniert war. Aus diesem Grund wurde unter anderem das Restaurant stark reduziert. Besucher:innen zieht es oft nur bei schönem Wetter in die Bergregionen. Nach und nach wurden die Zimmer des ehemaligen Sporthotels an Stockwerkeigentümer:innen verkauft, die sie zu Ferienwohnungen und Airbnbs umfunktionierten. Heute ist der Diemtigtalertourismus geprägt von Tagesgästen statt Übernachtungen, wie die Hotelgenossenschenschaft Diemtigtal in ihrem Businessplan schreibt. Etwas, das sie ändern wollen.
Immerhin stehe dieser Tagestourismus laut Businessplan im Gegensatz zum Trend der Kurzurlaube und Wochenendaufenthalte. Das Projekt Alpinflex der Hotelgenossenschaft Diemtigtal soll Abhilfe leisten. «Mit unserem Projekt wollen wir einen flexiblen Hotelbetrieb in die Siedlung und damit das Tal bringen», erklärt Dorothea Loosli-Amstutz, Präsidentin der Genossenschaft. Zwischen Sportler:innen, Wochenendgästen, Familien und digitalen Nomad:innen sieht sie grosses Potential.
Aus einer kleinen Idee ...
Für Dorothea und Beat Loosli hat alles 2021 angefangen. Die beiden kauften eine der Wohnungen im ehemaligen Sporthotel. Was ihnen zuvor niemand sagte: Mit dem Kauf ging der Mitbesitz des konkurs-gehenden Restaurants einher. «Wir fühlten uns natürlich etwas hintergangen», erinnert sich Loosli-Amstutz. Statt sich rechtlich gegen diesen Mitbesitz zu wehren, entschieden sie sich jedoch, «den Stier bei den Hörnern zu packen. Wir sahen unsere Chance, etwas Neues zu schaffen.» Für den Wirieblick, für die Besucher:innen, aber vor allem für das Diemtigtal und seine Bewohner:innen.
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