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Neu in Bern: Wie aus einer Stadt ein Zuhause wurde

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Felicia Mändli ist – heute – Wahlbernerin. Vor anderthalb Jahren zog die Zürcherin für ein Praktikum nach Bern. Sie hat sich in die Stadt und die Region verliebt und beschlossen zu bleiben. Ein Rückblick.


Text: Felicia Mändli | Fotos: Felicia Mändli


Mit Teddy und Sir Brighton auf dem Alpakahof Bern. Foto: Felicia Mändli


«Ihre Zugfahrt endet hier, wir bitten alle Reisenden auszusteigen. Grund dafür ist eine Fahrleitungsstörung.» Auch das noch, denke ich und steige in Olten aus. Ohne Idee, wie ich nach Winterthur zurückkommen werde. Es ist November 2024, 20 Uhr abends, es ist kalt und ich bin müde. Vor einer Woche habe ich die Zusage für ein Praktikum in Bern bei der Bundesverwaltung erhalten, der Start ist im Januar. Heute bin ich das erste Mal nach Bern gefahren, um mir ein WG-Zimmer anzusehen. Aber weder Zimmer noch Mitbewohnerin haben zu mir gepasst. Und dafür bin ich durch die halbe Schweiz gereist und bin jetzt auch noch in Olten gestrandet, im Winter, am Abend, allein, mit 20 % verbleibendem Akku. Auf dem chaotischen Weg zurück lerne ich Alice kennen. Sie kommt aus der Westschweiz und hat am nächsten Tag in Zürich ein Vorstellungsgespräch. Wir unterhalten uns über unsere Schwierigkeit, die Sprache der anderen zu lernen. Eine sehr passende Konversation, denn ich ahne schon, dass Französisch für mich ein grosses Thema werden wird im neuen Jahr. Denn ein Praktikum beim Bund heisst auch: eine Arbeitsstelle, bei der ich rein theoretisch Französisch sprechen muss. Und während meine Englischkenntnisse als Zürcherin «very good, very nice» sind, ist mein Französisch auf ein «Je ne comprends pas» Niveau eingeschlafen. Okay, es war auch in der Schule nie viel höher. Aber jetzt, nehme ich mir vor, wenn ich schon in diese mir fremde Stadt ziehen soll, jetzt werde ich das ändern. Ein Jahr in der Fremde, und dann ziehe ich mit mehr Arbeitserfahrung, einer weiteren Sprache und vielen neuen Erfahrungen im Gepäck in die Heimat zurück.


Fremde in einer fremden Stadt – aller Anfang ist schwer

Am Freitagabend, meinem ersten Abend in der WG, sitze ich mit meinem neuen Mitbewohner am Küchentisch und wir unterhalten uns bei einer Tasse Tee über Gott und die Welt, wobei die Welt mehrheitlich Bern ist. Ich war vorher genau drei Mal in meinem Leben in Bern: als Kind für einen Tagesausflug mit meinen Eltern, fürs Konfirmationslager in Köniz und mit meiner Wirtschaft- und Rechtsklasse, für ein Gespräch mit Nationalrätin Tiana Moser. Und ich habe genau eine Freundin in Bern, die ich …




Du findest den vollständigen Artikel in der gedruckten Drittausgabe unseres Magazins «Aareluft, August 2026».


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